Marburger Bund: Streik in kommunalen Kliniken beschlossen

Die Große Tarifkommission des Marburger Bundes (MB) hat am 10. Januar 2012 beschlossen, die Ärztinnen und Ärzte in den kommunalen Kliniken der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) zu unbefristeten Arbeitskampfmaßnahmen ab 26. Januar 2012 aufzurufen. Dem Beschluss beruht auf einem eindeutigen Votum in der Urabstimmung: Mit 92,7 Prozent hatten die Mitglieder des Marburger Bundes in den kommunalen Krankenhäusern für einen Ärztestreik gestimmt.

„Wir werden die Streiks jetzt konsequent vorbereiten und einen Zeitplan für regionale Demonstrationen und Kundgebungen erarbeiten. Ein bundesweiter zentraler Auftakt wird am 26. Januar in Frankfurt am Main stattfinden“, kündigte Rudolf Henke, 1. Vorsitzender des Marburger Bundes, an.

Notfall-Behandlung auch im Streik

Der MB-Vorsitzende stellte zugleich klar, dass Patienten in Not auch im Streik behandelt würden. „Bei planbaren, aufschiebbaren Eingriffen wird es aber zwangsläufig zu Einschränkungen und Verzögerungen kommen. Solche elektiven Behandlungen können auch in Krankenhäusern anderer Trägerschaft vorgenommen werden“, betonte Henke.

Der Streik beruht auf Tarifauseinandersetzungen des Marburger Bundes mit den kommunalen Arbeitgebern, bei denen es nicht nur um Gehaltsverbesserungen geht, sondern auch um klare Festlegungen für planbare und verlässliche Arbeitszeiten und eine Verbesserung der betrieblichen Organisation und Planung von Bereitschaftsdiensten. Ärztinnen und Ärzte, die in privaten Kliniken oder in Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) beschäftigt sind, sind von diesen Maßnahmen nicht betroffen.

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