Singhammer (CSU): MVZ in ärztlicher Hand

Johannes Singhammer, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Union im Bundestag und CSU-Gesundheitsexperte, betonte in einem Interview mit dem Deutschen Ärzteblatt vom 2. März 2011, dass die Leitung eines Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) in ärztlicher Hand liegen solle. So werde auch die Therapie- und Weisungsfreiheit, die sich aus dem Berufsrecht ergebe, gewährleistet sein. Der freie ärztliche Beruf dürfe nicht in die Defensive geraten.

Darüber hinaus sprach sich Singhammer dafür aus, dass die möglichen Rechtsformen für MVZ auf Personengesellschaften und GmbHs beschränkt sein sollten, andere Rechtsformen wie Aktiengesellschaften wolle er ausschließen. Dies sei jedoch noch mit dem Koalitionspartner FDP, der immerhin den Gesundheitsminister stellt, auszuhandeln.

Das neu zu verabschiedende Versorgungsgesetz soll nach Ansicht von Singhammer vor allem die Ärzte von Bürokratie entlasten und eine flächendeckende medizinische Versorgung auch in unterversorgten Regionen gewährleisten. Er erwartet im April 2011 ein gemeinsames Eckpunktepapier der Koalition.

Kommentieren

*

Werbung
Newsletter jetzt abonnieren
Sie können auch spezielle Themengebiete abonnieren.: