MEDICA 2010: Breites Spektrum an medizinischer Fort- und Weiterbildung

Der Veranstalter des MEDICA-Kongresses, die MEDICA Deutsche Gesellschaft für Interdisziplinäre Medizin e. V., bietet auch auf der MEDICA 2010 (17.-20. November) wieder ein breites Spektrum an medizinischer Fort- und Weiterbildung in deutscher Sprache. In vielen Kursen, Seminaren und Diskussionsforen werden von Mittwoch bis Samstag neue Entwicklungen aus Praxis und Klinik vorgestellt und von Experten im jeweiligen Fachgebiet erläutert. Zum ersten Mal gibt es Pro-und-Contra-Diskussionen zu umstrittenen Themen in der Medizin wie „Teure Medizin: Wer soll das bezahlen?“ am Mittwoch, „Magenoperation bei Adipösen“ am Donnerstag und „Stent versus Bypass“ am Freitag. Einen Überblick über ein wichtiges klinisches Thema vermitteln die täglichen State-of-the-Art-Lectures von 9.00 Uhr bis 9.45 Uhr und 13.15 Uhr bis 14.00 Uhr, zum Beispiel zu neuen Leitlinien bei Pankreaskarzinom oder Tonsillopharyngitis oder zu aktuellen Therapien bei Herzinfarkt, Mammakarzinom oder Kollagenosen.

Schwerpunkt Volkskrankheiten

Den Schwerpunkt des Seminarprogramms bilden die großen Volkskrankheiten. An jedem der vier Kongresstage ist daher ein Halbtag zum Beispiel für Herzkreislauferkrankungen, wichtige neurologisch-psychiatrische Krankheitsbilder, Krebs- oder Infektionskrankheiten vorgesehen. Neu im Programm ist am Samstagvormittag ein Seminar zu den Möglichkeiten der Hörrehabilitation im höheren Lebensalter, denn auch die Schwerhörigkeit zählt inzwischen zu den Volkskrankheiten. Ergänzend zu diesem Ärzteseminar findet am Samstagnachmittag ein Forum zu Schwerhörigkeit und Tinnitus auch für Patienten statt. In den Mittelpunkt gerückt werden aber auch seltenere Erkrankungen. Um die Schwierigkeiten der Diagnosestellung bei solchen Krankheitsbildern geht es in einem Seminar in Zusammenarbeit mit der ACHSE e. V. am Freitagvormittag.

Aufgrund der zunehmenden Bedeutung der interdisziplinären Zusammenarbeit legt der Veranstalter besonderen Wert auf fachübergreifend konzipierte Seminare bei komplexen Krankheitsbildern. Beispiele dafür sind die Seminare zu palliativmedizinischen Fragen, Prävention, Schwindel, Allergologie, Inkontinenz und verschiedenen Tumorerkrankungen.

Insgesamt bieten die Veranstaltungen eine hervorragende Möglichkeit, sich einen Überblick über den aktuellen Stand der klinischen Medizin zu verschaffen. Praktische Fertigkeiten können in den zahlreichen Übungskursen aufgefrischt werden, zum Beispiel in den Bereichen Ultraschall, EKG, kardiopulmonale Reanimation, Koloileoskopie, „Labor zurück in die Praxis“ oder Tropenmedizin. Um eine möglichst erfolgreiche Fort- und Weiterbildung zu gewährleisten, gibt es bei diesen Kursen Teilnehmerzahlbeschränkungen.

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