Patiomed AG: Freiberuflichkeit der Ärzte erhalten

Ärztliche Versorgungszentren statt Medizinische Versorgungszentren

Die neugegründete Patiomed AG, Berlin, ist ein Unternehmen zur Errichtung von Ärztlichen Versorgungszentren (ÄVZ) als Gegenmodell zum Konzept der Medizinischen Versorgungszentren (MVZ), in denen Ärzte vorwiegend angestellt arbeiten. Dies gab das Unternehmen am 5. Juli 2010 bekannt.

Patiomed hat bereits ein Konzept entwickelt, mit dem Ärztliche Versorgungszentren nach dem Vorbild der Partnerschaftsgesellschaften der Rechtsanwälte gegründet werden können. Vorrangig geht es um den Erhalt der Freiberuflichkeit und um die Niederlassung in eigener Praxis. Gleichzeitig kommen dabei die Vorteile der kooperativen Versorgung im Gesundheitswesen zur Geltung.

So werden dem ärztlichen Nachwuchs interessante Karrieremöglichkeiten für einen Berufseintritt in die vertragsärztliche Versorgung geboten. Mit der Unterstützung durch Patiomed können junge Ärztinnen und Ärzte auch ohne Investitionsrisiko eine berufliche Laufbahn in der vertragsärztlichen Versorgung starten und – falls gewünscht – zunächst als angestellte Ärzte tätig werden. Der Wechsel in eine selbstständige Tätigkeit als „Partner“ in einem ÄVZ soll ihnen dabei jederzeit offenstehen.

Von Ärzten für Ärzte

Die Initiative zur Gründung von Patiomed ging von Mitgliedern von Vorständen verschiedener Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) aus. 40 dieser ärztlichen Vertreter gründeten 2008 mit privatem Geld die „Aeskulapstiftung“ in Köln, die über ihre Tochtergesellschaft KVmed GmbH, Köln, zusammen mit weiteren Gesellschaftern an der Patiomed beteiligt ist.

KBV-Vorstand Carl-Heinz Müller, Vorsitzender des Kuratoriums der Aeskulapstiftung, betont die Ausrichtung des Konzepts auf die Selbstbestimmung der Ärzte: „Die Gesellschafter der Patiomed sind allesamt Organisationen der Ärzteschaft. Es geht ihnen im Gegensatz zu kommerziellen „Investoren“ hierbei nicht um „zweistellige Renditen“, sondern um die Sicherstellung einer von freiberuflich tätigen Vertragsärztinnen und –ärzten getragenen Versorgung unserer Patientinnen und Patienten.“

Durch die geplante enge Kooperation mit den Hausärzten und Spezialisten im Umfeld der ÄVZ und aufgrund der Konzeption spezifischer Versorgungsangebote, die vor allem Versorgungsengpässe in unterversorgten Räumen und Versorgungslücken, beispielsweise bei der spezialisierten Versorgung älterer Patienten schließen sollen, wird von der Patiomed keine Konkurrenz gegenüber anderen Ärztinnen und Ärzten aufgebaut.

Weitere Informationen demnächst unter www.patiodoc.de

1 Kommentar zu „Patiomed AG: Freiberuflichkeit der Ärzte erhalten“

  • Dr. Jo Kanders sagt:

    wir, Ärzte und Apotheker, planen ein Zentrum in Hannover-Linden.
    Erbitten Kontakt über e-mail.

    Dr. Jo Kanders, Vorstandssprecher BVKJ Niedersachsen

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